Der HC Kriens-Luzern gewinnt auswärts gegen GC Amicitia ebenso klar wie verdient mit acht Toren Differenz. Damit reiht der formstarke Schweizer Meister den 24. Ligasieg in Folge und weist nach wie vor eine weisse Veste in der noch jungen QHL-Saison auf. Nach der intensiven Vorwoche gab HCKL-Cheftrainer dem einten oder anderen Kaderspieler Einsatzzeit und befand nach den 60 Minuten, dass seine Mannschaft ein gutes Spiel zeigte und sich das wichtige Punktepaar ohne Diskussionen sicherte. Bereits am Samstag geht's in der PILATUS ARENA weiter, wenn der BSV Bern seine Aufwartung im Krienser Mattenhof macht.
Die Zügel von Beginn weg in den Händen
Die Favoritenrolle war vor dem Spiel klar verteilt. Mit dem HC Kriens-Luzern gastierte der amtierende Schweizer Meister in der mit 600 Schaulustigen gut gefüllten Saalsporthalle und der gab von Beginn weg den Takt an. Bei den Innerschweizern musste Jonas Schelker verletzungshalber passen, dafür feierte Ammar Idrizi nach einer zehnmonatigen Leidenszeit sein Comeback – und trug sich dabei gleich dreimal in die Torschützenliste ein. Ausgerechnet der Zürcher Ramon Schlumpf eröffnete den Torreigen auf dem fremden Terrain und benötigte dafür keine ganze Minute. In der Folge baute die Equipe von Andy Schmid den Vorsprung kontinuierlich aus. Das junge GC Amicitia, mit drei Innerschweizern im Aufgebot, versuchte jedoch von Anfang an mitzuhalten und steckte nie auf. Insbesondere Nico Petrig zog einen Sahneabend ein und wusste des Öfteren mit seinen Aktionen zu gefallen. Erst in der 19. Minuten mussten die Grasshoppers abreissen lassen und sahen sich mit einem Vier-Tore-Rückstand konfrontiert. Der Abstand wuchs kurze Zeit später sogar auf sechs Einheiten, doch auch in dieser Phase bewies der Gastgeber Charakter und verkürzte den Spielstand auf 15 zu 18. Ex-Hopper Marc Bader, auch er mit einer ganz starken Leistung an alter Wirkungsstätte, besorgte den Pausenstand.
Jugend forscht beim HCKL
Auch nach dem Pausentee änderte sich das Gezeigte kaum. Der HCKL sorgte für die Musik und GC Amicitia wehrte sich nach Kräften und Möglichkeiten. Der Abstand pendelte sich lange zwischen vier und sechs Toren Differenz ein, was Andy Schmid die Möglichkeit gab, praktisch dem kompletten Kader Auslauf zu gewähren. Einzig Marin Sipic war es vergönnt, die Partie für einmal von der Bank aus mitzuverfolgen. Bei den Kriensern sorgte Mobiliar Topsscorer Nikola Bylik (4 Tore) und Marc Bader (7 Tore und 100% Trefferquote) dafür, dass sich die Zahl auf der rechten Seite der Matchuhr regelmässig erhöhte, aber auch Comebacker Ammar Idrizi oder Quentin Fuchs steuerten ihren Beitrag am klaren Verdikt bei. Jedenfalls gefährlich wurde es für den Favoriten nicht mehr, am Ende erzielte der HCKL 43 Tore, was mit zwei Zählern belohnt wurde. «Das war eine tolle Leistung meiner Mannschaft und wir freuen uns über die beiden Punkte. Nun reisen wir nach Hause und bereiten uns entsprechend auf das Heimspiel am Samstag gegen Bern vor.»
Telegramm
GC Amicitia Zürich - HC Kriens-Luzern 35:43 (16:21)
Saalsporthalle Zürich | 652 Zuschauende | SR Spengler / Woschitz / DEL Jucker
HC Kriens-Luzern
Car (24%), Pilipovic (50%); Epp (0), Jerome Müller (9), Justin Müller (2), Bilyk (4), Wolfisberg (1), Oertli (4), Sipic (0), Herburger (1), Schlumpf (4), Zimmermann (2), Aellen (0), Bader (7), Fuchs (4), Idrizi (3)
Bemerkungen
HCKL ohne Schelker und Milosavljevic (beide verletzt)
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